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Rückbildung aus der Tiefe

Rückbildung aus der Tiefe

Das Beckenbodentraining ist vor allem in der Rückbildung nach Geburten das grosse Thema. Aber wie geht richtige Rückbildung?

Der Musculus Levator ani ist der Muskel, der beim Gebären stark strapaziert wird. Er kleidet das Becken von innen aus und zwar in 360°. Wenn du geboren hast, hat sich der Babykörper durch ihn hindurch gezwängt. Presswehen, Druck und der Umfang des Babykopfes können den Beckenboden zerreissen. Das begünstigt eine schwache Blase und Organsenkungen. On top kommt, was viele Frauen mir im Stillen sagen: Dass sie auch gerne wieder mehr fühlen möchten im Bett. Juhuu, das schafft er auch!

Ein präzises Training des Musculus Levator ani unterstützt, das Nervengewebe im Muskel zu heilen. Heile Nerven = viel mehr Lust. Und wenn wir schon mal so unter uns sprechen: Was ich am zweit häufigsten höre ist: Für meinen Mann ist es nach dem ersten Kind gar nicht mehr toll beim Sex… und, guess what: Die Antwort darauf hat ebenfalls der Levator ani: Er liegt parallel zur Vaginamuskulatur. Wird er trainiert, macht das den Liebeskanal, «den Love-Chanel», ebenfalls enger. Dadurch spürt dein Partner auch wieder mehr. Das funktioniert auch nach dem dritten Kind. Alles in allem gilt: Wie lange die Geburt her ist, spielt keine Rolle! Es lohnt sich immer eine echte Rückbildung zu machen und den Levator ani in sein Leben zu holen.  Eine effektivere Rückbildung anregen und das Leben mehr geniessen.

Operation gestrichen

Eine meiner Klientinnen – sie hat vier Kinder geboren – durfte ein kleines Levator ani Wunder erleben. Bei der letzten Geburt wurden die Muskeln vom Damm zu den Muskeln am After durch gerissen. Der Arzt hatte bereits das Datum für die OP festgelegt. S. suchte sich Alternativen und trainierte mit dem Buch Tigerfeeling von Benita Cantieni. Sie fühlte sich gut! Bei der darauf folgenden Untersuchung hiess es:» Da muss ja gar nichts mehr operiert werden». Die OP fand nie statt. S. kommt seitdem zu mir in die Kurse und fühlt sich besser als vor dem ersten Kind.

© Nükhet Wieben

Wenn du wissen, willst, wie du an die tiefsten Muskeln ran kommst, melde dich zu einem Seminar mit mir an!

 

Dein echter Beckenboden, Musculus Levator ani, ist ein Multitalent

Dein echter Beckenboden, Musculus Levator ani, ist ein Multitalent

Deine Beckenbodenmuskulatur – deine innere Kraft

Ein starker Beckenboden hilft nicht nur bei Blasenschwäche, sondern auch bei Rückenschmerzen, Wirbelsäulenverkrümmungen und «Hängepo».

Mit der beckenbodenmuskulatur ist es wie mit der Luft. Wir merken erst, dass etwas fehlt, wenn es fast zu spät ist. Im Fall des Beckenbodens, wenn er nicht mehr zu 100% funktioniert: Wenn Organe hängen, die Blase schwächelt, oder der untere Rücken nicht mehr mitmacht. Aber auch schon leichter, harmloser Urinverlust nach dem Joggen, beim Lachen, Niesen oder Husten und ein – Pardon «Hängepo», weisen auf einen schwachen Beckenboden hin.

Beckenbodentraining ist ein Dschungel

Beckenbodentraining ist seit 30 Jahren beliebt! Jedes Fitnessstudio, das was auf sich hält, wirbt damit. Und weil der Beckenboden so hipp geworden ist, ist das Angebot riesig: Das Verständnis darüber, was der Beckenboden ist, und was er eben nicht ist, ist allerdings sehr verschieden.

Dein Musculus Levator ani hat was drauf!

Der echte Beckenboden ist der Musculus Levator ani. Er liegt im inneren, knöchernen Becken, weit oben, wo er – wenn trainiert – die Organe trägt. Wo er jedes Lachen, Niesen und Husten von unten abstützt und – wenn trainiert – bei jedem Schritt in Aktion ist.

Jeder Mensch hat einen Musculus Levator ani, doch bei vielen ist dieser Muskel nicht gross ausgebildet. Warum eigentlich nicht? Es gibt verschiedene Ursachen.

  • Ursache für einen schwachen Levator ani: Wir alle bewegen uns aus unserem ganz persönlichen Muster heraus, – den eigenen Bewegungsgewohnheiten. Dieses Muster entscheidet, welche Muskeln benutzt werden. Sitzt du mit gekipptem Becken? Gehst du vor allem mit Hilfe deiner äusseren Oberschenkel von A nach B? Machst du sehr grosse Schritte? Was sich wie Kleinigkeiten anhört, bestimmt, ob der Levator ani in deinem Alltag zum Einsatz kommt, oder nicht. Ob er «schläft», oder ran darf und ausgebildet wird.
  • Ursache für einen mangelhaft ausgebildeten Levator ani: Wir können den Levator ani weder sehen, noch anfassen. Vielleicht wusstest du nicht mal von seiner Existenz, bevor du auf diesen Artikel gestossen bist. Es geht aber noch weiter: Wir können den Levator ani nicht willentlich anspannen. Wie man ihn trainiert, zeige ich dir!

Der Levator ani Muskelkomplex kleidet das Becken von innen aus, durch ihn rutscht der Babykörper. Hätte dieser Muskel viele Nerven, wäre das Gebären unerträglich. Wenig Nerven bedeutet hier, er nimmt keine Befehle entgegen. Es fehlt ihm schlicht an motorischen Endplatten. Im Gegensatz zu Armen und Beinen, die schon beim Anlauf des Gedankens diese zu bewegen, zucken.

«Anspannen» läuft beim Levator ani nicht.

Wenn du dich jetzt fragst: «Was in aller Welt habe ich im Beckenbodentraining gemacht», bist du auf dem richtigen Dampfer! Wahrscheinlich bestand dein Beckenbodentraining aus «anspannen», «wieder losgelassen» und «ansaugen». Und dabei hast du einiges gespürt. Bloss, ob du dabei an den Levator ani ran gekommen bist, ist nicht sicher.

Der Levator ani, im Dornröschenschlaf schlummernd, zuckt beim Wort «anspannen» nicht mal. Es können demnach nur deine äußeren Beckenbodenmuskeln gewesen sein! Das heisst,  die Schliessmuskeln, ein Teil der Vagina und die mittlere Beckenbodenschicht.

Damit du verstehst, was der Beckenboden ist, und vor allem was er nicht ist, schaue dir die unten stehende Illustration genau an.

Das obere Bild zeigt den Beckenboden in seiner Ganzheit im knöchernen Becken. Besteht dein Beckenbodentraining also aus «anspannen», sei dir sicher, dass du deinen Levator ani, die innerste Beckenbodenschicht, damit nicht erreicht hast. © Nükhet Wieben

Wenn der Levator ani er trainiert ist und bei jedem deiner Schritte in 360° reagiert, musst du dir nie wieder Gedanken über Blasenschwäche machen. Das ist phänomenal, aber es geht noch weiter. Wenn dein Musculus Levator ani trainiert wird,

  • wird deine Haltung aufrechter
  • wird dein Gang geschmeidiger, sinnlicher
  • fühlst du dich stärker
  • begradigt sich deine Wirbelsäule von innen heraus
  • wird dein Körpergefühl verdreifacht
  • fühlst du wieder mehr bei Intimität
  • lösen Rückenschmerzen sich auf
  • verschwinden Hüftgelenkschmerzen
  • heilt Arthrose aus
  • wird deine Beinachse von innen korrigiert (bei X- und O-Beinen)
  • wird dein Po schön rund und bleibt oben (kein Doppel Po-Effekt mehr)
  • werden Reiterhosen schlanker

Na, ist das was? Egal, was dich motiviert deinem Levator ani auf die Spur zu kommen, es wird sich lohnen

Noch nicht motiviert? Dann prüfe anhand der Checkliste, ob dein Levator ani Verstärkung braucht:

Checkliste (für Frauen und Männer)

  • Meine Blase hält nicht dicht beim Lachen, Niesen und Husten
  • Ich kenne alle öffentlichen WCs im Radius von 1km
  • Ich trinke extra wenig um nicht aufs WC zu müssen
  • Bei längeren Wanderungen und Ausflügen bleibe ich zuhause
  • Ich habe X-oder O-Bein
  • Mein Bauch steht vor
  • Ich habe Kreuzschmerzen
  • All der Sport, den ich mache, kräftigt die Oberschenkel aber der Po bekommt nix ab
  • Ich habe Reiterhosen
  • Mein Po hängt

Wenn auch nur eine Aussage auf dich zutrifft, wirst du von echtem Beckenbodentraining profitieren.

Willst du deinen Musculus Levator ani richtig stark machen? Komm in meinen nächsten Workshop!

Hier ist der 3 Minuten Crashkurs:

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