fbpx

Dein Beckenboden – deine innere Kraft

Ein starker Beckenboden hilft nicht nur bei Blasenschwäche, sondern auch bei Rückenschmerzen, Wirbelsäulenverkrümmungen und «Hängepo».

Mit dem Beckenboden ist es wie mit der Luft. Wir merken erst, dass etwas fehlt, wenn es fast zu spät ist. Im Fall des Beckenbodens, wenn er nicht mehr zu 100% funktioniert: Wenn Organe hängen, die Blase schwächelt, oder der untere Rücken nicht mehr mitmacht. Aber auch schon leichter, harmloser Urinverlust nach dem Joggen, beim Lachen, Niesen oder Husten und ein – Pardon «Hängepo», weisen auf einen schwachen Beckenboden hin.

Beckenbodentraining ist ein Dschungel

Beckenbodentraining ist seit 30 Jahren beliebt! Jedes Fitnessstudio, das was auf sich hält, wirbt damit. Und weil der Beckenboden so hipp geworden ist, ist das Angebot riesig: Das Verständnis darüber, was der Beckenboden ist, und was er eben nicht ist, ist allerdings sehr verschieden.

Dein Musculus Levator ani hat was drauf!

Der echte Beckenboden ist der Musculus Levator ani. Er liegt im inneren, knöchernen Becken, weit oben, wo er – wenn trainiert – die Organe trägt. Wo er jedes Lachen, Niesen und Husten von unten abstützt und – wenn trainiert – bei jedem Schritt in Aktion ist.

Jeder Mensch hat einen Musculus Levator ani, doch bei vielen ist dieser Muskel nicht gross ausgebildet. Warum eigentlich nicht? Es gibt verschiedene Ursachen.

  • Ursache für einen schwachen Levator ani: Wir alle bewegen uns aus unserem ganz persönlichen Muster heraus, – den eigenen Bewegungsgewohnheiten. Dieses Muster entscheidet, welche Muskeln benutzt werden. Sitzt du mit gekipptem Becken? Gehst du vor allem mit Hilfe deiner äusseren Oberschenkel von A nach B? Machst du sehr grosse Schritte? Was sich wie Kleinigkeiten anhört, bestimmt, ob der Levator ani in deinem Alltag zum Einsatz kommt, oder nicht. Ob er «schläft», oder ran darf und ausgebildet wird.
  • Ursache für einen mangelhaft ausgebildeten Levator ani: Wir können den Levator ani weder sehen, noch anfassen. Vielleicht wusstest du nicht mal von seiner Existenz, bevor du auf diesen Artikel gestossen bist. Es geht aber noch weiter: Wir können den Levator ani nicht willentlich anspannen. Wie man ihn trainiert, zeige ich dir!

Der Levator ani Muskelkomplex kleidet das Becken von innen aus, durch ihn rutscht der Babykörper. Hätte dieser Muskel viele Nerven, wäre das Gebären unerträglich. Wenig Nerven bedeutet hier, er nimmt keine Befehle entgegen. Es fehlt ihm schlicht an motorischen Endplatten. Im Gegensatz zu Armen und Beinen, die schon beim Anlauf des Gedankens diese zu bewegen, zucken.

«Anspannen» läuft beim Levator ani nicht.

Wenn du dich jetzt fragst: «Was in aller Welt habe ich im Beckenbodentraining gemacht», bist du auf dem richtigen Dampfer! Wahrscheinlich bestand dein Beckenbodentraining aus «anspannen», «wieder losgelassen» und «ansaugen». Und dabei hast du einiges gespürt. Bloss, ob du dabei an den Levator ani ran gekommen bist, ist nicht sicher.

Der Levator ani, im Dornröschenschlaf schlummernd, zuckt beim Wort «anspannen» nicht mal. Es können demnach nur deine äußeren Beckenbodenmuskeln gewesen sein! Das heisst,  die Schliessmuskeln, ein Teil der Vagina und die mittlere Beckenbodenschicht.

Damit du verstehst, was der Beckenboden ist, und vor allem was er nicht ist, schaue dir die unten stehende Illustration genau an.

Das obere Bild zeigt den Beckenboden in seiner Ganzheit im knöchernen Becken. Besteht dein Beckenbodentraining also aus «anspannen», sei dir sicher, dass du deinen Levator ani, die innerste Beckenbodenschicht, damit nicht erreicht hast. © Nükhet Wieben

Wenn der Levator ani er trainiert ist und bei jedem deiner Schritte in 360° reagiert, musst du dir nie wieder Gedanken über Blasenschwäche machen. Das ist phänomenal, aber es geht noch weiter. Wenn dein Musculus Levator ani trainiert wird,

  • wird deine Haltung aufrechter
  • wird dein Gang geschmeidiger, sinnlicher
  • fühlst du dich stärker
  • begradigt sich deine Wirbelsäule von innen heraus
  • wird dein Körpergefühl verdreifacht
  • fühlst du wieder mehr bei Intimität
  • lösen Rückenschmerzen sich auf
  • verschwinden Hüftgelenkschmerzen
  • heilt Arthrose aus
  • wird deine Beinachse von innen korrigiert (bei X- und O-Beinen)
  • wird dein Po schön rund und bleibt oben (kein Doppel Po-Effekt mehr)
  • werden Reiterhosen schlanker

Na, ist das was? Egal, was dich motiviert deinem Levator ani auf die Spur zu kommen, es wird sich lohnen

Noch nicht motiviert? Dann prüfe anhand der Checkliste, ob dein Levator ani Verstärkung braucht:

Checkliste (für Frauen und Männer)

  • Meine Blase hält nicht dicht beim Lachen, Niesen und Husten
  • Ich kenne alle öffentlichen WCs im Radius von 1km
  • Ich trinke extra wenig um nicht aufs WC zu müssen
  • Bei längeren Wanderungen und Ausflügen bleibe ich zuhause
  • Ich habe X-oder O-Bein
  • Mein Bauch steht vor
  • Ich habe Kreuzschmerzen
  • All der Sport, den ich mache, kräftigt die Oberschenkel aber der Po bekommt nix ab
  • Ich habe Reiterhosen
  • Mein Po hängt

Wenn auch nur eine Aussage auf dich zutrifft, wirst du von echtem Beckenbodentraining profitieren.

Hier ist der 3 Minuten Crashkurs:

Willst du deinen Musculus Levator ani richtig stark machen?

Komm in meinen nächsten Workshop!

Previous Next
Close
Test Caption
Test Description goes like this